Eine Herausforderung bei Gruppenarbeiten ist es, dass alle Beteiligten zu jeder Zeit dieselben Informationen bzw. die aktuellsten Version der gemeinsamen Arbeit haben sollten. Beim letzten Präsenz-Termin der Lehrveranstaltung ergab sich die Frage nach Möglichkeiten, große Datenmengen (und bei Medien-Dateien ist das der Fall) miteinander zu teilen. Einerseits gibt es Webseiten, auf die Dateien hochgeladen und über einen Link (der z.B. per Email versandt wird) wieder abgerufen werden können. Eine Liste mit fünf solcher Plattformen sind HIER zu finden. Diese sind allerdings nur bedingt hilfreich, nämlich nur wenn es sich um eine überschaubare Anzahl von Dateien handelt.
Für einen schnelleren und aktuelleren Austausch von vielen Dateien hat sich auch Dropbox bewährt - ein Service durch das alle Beteiligten auf denselben Ordner zugreifen können und jeweils die aktuellsten Versionen von Dateien austauschen können. Besonders wenn mehrere Mediendateien, wie beispielsweise für einen Remix verwendet, für alle zur Verfügung stehen sollen, kann dies die Zusammenarbeit wesentlich erleichtern.
Falls jemand noch weitere bewährte Möglichkeiten des Datenaustausches weiß, bitte in den Kommentaren unten ergänzen!
Remix als pädagogisches Instrument zur Medienemanzipation. Dokumentation eines Schulprojekts, einer Lehrveranstaltung und themenbezogene Reflexionen.
Tuesday, November 25, 2014
Thursday, November 20, 2014
South Park: Mr*s Garrison als Heteronormativitätskritik?
Eine Gruppe aus der Lehrveranstaltung widmet sich "South Park":
Im Zuge der LV „Geschlecht, Medien und Technik-Lernen” versuchen wir, die Darstellung von Garrison als queerer Charakter in South Park kritisch zu behandeln. Dieses Thema wird anhand eines Political Remix Videos präsentiert. Wir möchten die Entwicklung der verschiedenen sexuellen Neigungen bzw. geschlechtlichen Selbstzuordnungen der Figur „Mr. Garrison“ bzw „Mrs. Garrison“ nachzeichnen und damit darauf eingehen, wie sich eine Person im Laufe ihres Lebens ihren sexuellen Neigungen und geschlechtlichen Identitäten hingibt, auch wenn diese nicht den gesellschaftlichen Normen entsprechen könnten.
Durch das Neuentdecken und das Ausleben seiner sexuellen Neigung, sei diese nun homo- oder heterosexuell, wird der Charakter den wir behandeln immer in einem neuen Licht dargestellt. Seine Persönlichkeit und sein Auftreten verändern sich. Die Figuren in seinem Umfeld gehen auch anders mit der jeweiligen sexuellen Neigung bzw. Geschlechtsidentität um. In unserem Projekt spielen diese Figuren auch eine interessante Rolle. So wie im richtigen Leben stößt man hier auf Akzeptanz aber auch Intoleranz.
Zu Beginn der Serie ist der Charakter ein nicht geouteter Homosexueller, der versucht seine sexuellen Neigungen zu verstecken. Im Laufe der Serie durchläuft er mehrere physische und psychische Veränderungen. Er ist sich seiner homosexuellen Neigung durchaus bewusst, leugnet diese aber sehr lange, bis er sich outet. Ein entscheidender Moment im Leben des Mr. Garrison. Im weiteren Verlauf der Serie unterzieht er sich einer Geschlechtsumwandlung.
Wir versuchen darauf einzugehen, wie die anderen Charaktere in South Park auf die jeweiligen sexuellen Orientierungen bzw. geschlechtlichen Identitäten reagieren und die Unsicherheiten von Mr*s. Garrison zu veranschaulichen.
Die Schwierigkeit, die sich bei unserem Projekt stellt, ist, dass South Park auf einer tieferen Analyseebene zwar sehr gesellschaftskritisch ist und tabuisierte Themen aufgreift, diese allerdings oft in diskriminierender und teilweise auch überzogener und respektlos-lustiger Weise dargestellt werden. Dadurch könnte es schwer werden, eine wertschätzende Darstellung der Queer-Thematik herauszuarbeiten.
Wednesday, November 19, 2014
Prinzessinnen vs. Barney Stinson
Eine weitere Gruppe schreibt über ihr Vorhaben:
Unser Remix kritisiert die heteronormativen und patriarchalen Strukturen, die in Sitcoms als Normalitätsfolie vermittelt werden. Durch diese Banalisierung werden traditionelle Geschlechterrollen und Beziehungsmuster unreflektiert gelassen und so von Zuseher*innen reproduziert. Unsere Darstellung wendet gegen diese Position und möchte die Multidimensionalität von Beziehungskonzeptionen herausarbeiten. Das passiert durch die Gegenüberstellung von typisch männlich definierten Serienstereotypen und der passenden weiblichen Gegenspielerin. Als Paradebeispiel dient uns der Serienheld von "How I met your Mother", Barney Stinson. Dieser Charakter stellt am besten den verzerrten Blick der Filmindustrie auf das Objekt Frau dar. Die Gegenspielerinnen werden von Disneyprinzessinnen (Rapunzel, Anna aus „Frozen“, Mulan, Arielle, Tiana aus „Küss den Frosch“ und Belle aus „Die Schöne und das Biest“) verkörpert. Als Klischeeform der Prinzessin stellt sich jedoch eine freche emanzipierte Frau diesem Männlichkeitsbild entgegen. Durch diesen Stilbruch möchten wir Denkanstöße in Bezug auf die Geschlechterthematik und die repräsentativen Beziehungsmuster in Film und Fernsehen schaffen.
Der Schuh des Manitu
Eine andere Gruppe widmet sich der Darstellung von Homosexualität in Kinofilmen:
Wir haben uns für die Filme "Der Schuh des Manitu" & "Brokeback Mountain" entschieden und möchten mit diesen einen Remix produzieren.
Unser Konzept ist es, die Unterschiede der homosexuellen Figuren in den beiden Filmen zu analysieren und wir wollen diese gegenüberstellen. Im Schuh des Manitu wird die homosexuelle Figur als eine Witzfigur dargestelllt und lächerlich gemacht. Im Film Brokeback Mountain hingegen werden die homosexuellen Figuren durch ein Drama inszeniert. Bei diesen beiden Filmen lassen sich hoffentlich auf kritische Weise Unterschiede in der Darstellung von homosexuellen Männern in Kinofilmen veranschaulichen. Und vielleicht können wir durch diesen Remix die Gesellschaft zu einer kritischen Perspektive auf die Darstellungen von Homosexualität in den Medien anregen. Wir werden versuchen einige passende Szenen gegenüber zustellen und es auch auf eine anregende Art zu präsentieren.
Die wahre Liebe des Barney Stinson
Dies Gruppe lässt für ihren Remix Charaktere aus unterschiedlichen Fernsehserien einander begegnen:
Im Rahmen der Lehrveranstaltung „Gender, Medien und Technik-Lernen“ machen wir ein Projekt, bei dessen Umsetzung wir uns für den kreativ-technologischen Zugang entschieden haben. Mit Hilfe dieses Zugangs wollen wir ein Political Remix Video aus den Serien „How I Met Your Mother“ und „The Big Bang Theory“ erstellen.
In der Serie „How I Met Your Mother“ wird Barney Stinson als Macho, Draufgänger und notorische Frauenheld beschrieben. In seiner Rolle ist er stehts perfekt gekleidet und von sich selbst überzeugt, jede Frau zu erobern. Barney ist dafür bekannt, dass er nur ein Abenteuer mit seinen sogenannten „Traumfrauen“ mit den Maßen 90-60-90 sucht.
Nie würde Amy Farrah Fowler in das typische Frauenbild von Barney Stinson passen. In der Serie „The Big Bang Theory“ wird Amy Farrah Fowler als nüchterne, schlagfertige, teils verrückte Wissenschaftlerin beschrieben, die sich nur aufgrund einer Abmachung mit ihrer Mutter, einmal im Jahr mit einem Mann trifft. Typisch für Amy ist auch, dass ihre Empathie nicht immer mit ihrer Umgebung kompatibel ist.
Durch die vermittelten Stereotypen in den verschiedenen Serien, würde ein Mann wie Barney Stinson nie eine Frau wie Amy Farrah Fowler beachten. Deshalb wollen wir mit unserem Remix diese vorgegebenen Klischees brechen und eine untypische Liebesbeziehung zwischen zwei verschiedenen Stereotypen entstehen lassen. Dieser Remix soll aufzeigen, dass die Gesellschaft uns noch viel zu oft wiederspiegelt, was uns in den Serien vorgezeigt wird. Die Liebe geht abseits von Klischees, Herkunft, Religion und sexueller Ausrichtung ihre Wege, ohne lang Fragen zu stellen.
Die für das Video benötigten Sequenzen werden wir mittels Schnittprogramm aus den zwei Serien herausschneiden und anhand eines neuen Drehbuches wieder zusammensetzen.
When Charlie met Samantha
Eine weitere Gruppe widmet sich der Darstellung von Geschlechterverhältnissen in intimen Beziehungen:
Im Rahmen des Seminars „Geschlecht, Medien, Technik-Lernen“ haben wir uns zum Thema „political remix videos“ folgendes Projekt ausgedacht:
Seit einigen Wochen beschäftigen wir uns mit den Serien „Sex and the city“ sowie „Two and a half men“, um geeignete Charaktere für unser Video zu finden. Des Weiteren machen wir uns mit der vorhandenen Technik vertraut und basteln uns eine grobe „Story-line“ zusammen. Wir werden uns die nächsten Wochen, anhand der Aufgabenstellung, auf die „freizügige“ Samantha Jones und den „machohaften“ Charlie Harper beziehen.
Zu unserem Video:
Nach einer gemeinsam verbrachten Liebesnacht, bereitet Charlie euphorisch, ein gemeinsames Frühstück vor. Leider muss er dabei herausfinden, dass sich Samantha wortlos aus dem Staub gemacht hat, um sich mit ihren Freundinnen zum Lunch zu treffen. Wie gewohnt zieht Samantha das Gespräch auf ihre letzte Eroberung, wobei sie für Charlie kein gutes Wort übrig hat. Charlie ist jedoch noch guter Dinge und weiß nichts von ihrem Desinteresse ihm gegenüber. Aus diesem Grund lädt er Samantha zu einem weiteren Treffen ein – sie willigt ohne großen Hintergedanken ein. An besagtem Abend gesteht er ihr seine Liebe, Samantha lässt ihn jedoch eiskalt abblitzen. Woraufhin er dem Alkohol verfällt.
Unser Grundgedanke hinter dem Video ist es, den Charakter des Charlie Harper in die Rolle des liebevollen „Beziehungsmenschen“ zu versetzen, sowie Samantha als herzlosen, männerverschlingenden Vamp zu beleuchten. Der Fokus liegt darauf, die eigentliche Verkörperung des Charlie Harpers, als herzlosen Frauenaufreißer, aufzubrechen. Er soll daher selbst Opfer einer eiskalten Zurückweisung werden.
In unserem Video wollen wir eine erfolgreiche Frau zeigen, die sich nimmt was sie will. Uns ist es wichtig dies zu beleuchten, da in vielen Medien Frauen als „das schwächere, vom Mann abhängige Geschlecht“ dargestellt werden.
We are family
Eine Teilnehmer*innen-Gruppe der Lehrveranstaltung arbeitet an einem kritischen Remix zum gängigen Familienideal:
Wir haben vor, das System Familie bestehend aus Vater-Mutter-Kind*er kritisch zu beleuchten und zu hinterfragen. Häufig präsentieren Mainstream-Medien das Familiensystem Vater-Mutter-Kind*er sehr stereotyp. Zusätzlich wird Homosexualität, auch im Familienkontext, oft klischeehaft und vorurteilsbehaftet dargestellt.
Ein wesentlicher Teil unserer Arbeit besteht aus der aktuellen TV-Serie "How I met your mother". Wir haben uns hierbei für eine konkrete Folge entschieden, in der Barney (der Womanizer) und Ted (der Romantiker) gemeinsame eine Familie gründen wollen. Die beiden heterosexuellen Männer haben von Frauen genug und beschließen, gemeinsam ein Kind zu adoptieren und somit die heteronormativen Klischees zu durchbrechen.
Unsere Arbeit beinhaltet eine Einleitung, einen Hauptteil und einen Schluss. Im Konkreten heißt das: In der Einleitung werden Sequenzen aus dem stereotypen Familienbild gezeigt. Dabei wollen wir auf das Bild der 'normalen' Familie, wie sie in unseren Köpfen existiert, aufmerksam machen. Anschließend wollen wir die Normativität mit einzelnen Videosequenzen durchbrechen um auf unseren Hauptteil überzuleiten.
Im Hauptteil legen wir das Hauptaugenmerk auf die o.g. Serie. Wir haben uns für den Inhalt dieser Serie entschieden, da sie für uns die Klischees vom in den Köpfen vorherrschenden Familiensystem und 'Schwulsein' durchbricht.
Für den Schluss ist es unser Anliegen zu zeigen, das jedes bestehende Familiensystem seinen Platz haben darf und in jeder Form in Ordnung ist.
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