Wednesday, November 19, 2014

When Charlie met Samantha

Eine weitere Gruppe widmet sich der Darstellung von Geschlechterverhältnissen in intimen Beziehungen:
Im Rahmen des Seminars „Geschlecht, Medien, Technik-Lernen“ haben wir uns zum Thema „political remix videos“ folgendes Projekt ausgedacht:
Seit einigen Wochen beschäftigen wir uns mit den Serien „Sex and the city“ sowie „Two and a half men“, um geeignete Charaktere für unser Video zu finden. Des Weiteren machen wir uns mit der vorhandenen Technik vertraut und basteln uns eine grobe „Story-line“ zusammen. Wir werden uns die nächsten Wochen, anhand der Aufgabenstellung, auf die „freizügige“ Samantha Jones und den „machohaften“ Charlie Harper beziehen.
Zu unserem Video:
Nach einer gemeinsam verbrachten Liebesnacht, bereitet Charlie euphorisch, ein gemeinsames Frühstück vor. Leider muss er dabei herausfinden, dass sich Samantha wortlos aus dem Staub gemacht hat, um sich mit ihren Freundinnen zum Lunch zu treffen. Wie gewohnt zieht Samantha das Gespräch auf ihre letzte Eroberung, wobei sie für Charlie kein gutes Wort übrig hat. Charlie ist jedoch noch guter Dinge und weiß nichts von ihrem Desinteresse ihm gegenüber. Aus diesem Grund lädt er Samantha zu einem weiteren Treffen ein – sie willigt ohne großen Hintergedanken ein. An besagtem Abend gesteht er ihr seine Liebe, Samantha lässt ihn jedoch eiskalt abblitzen. Woraufhin er dem Alkohol verfällt.
Unser Grundgedanke hinter dem Video ist es, den Charakter des Charlie Harper in die Rolle des liebevollen „Beziehungsmenschen“ zu versetzen, sowie Samantha als herzlosen, männerverschlingenden Vamp zu beleuchten. Der Fokus liegt darauf, die eigentliche Verkörperung des Charlie Harpers, als herzlosen Frauenaufreißer, aufzubrechen. Er soll daher selbst Opfer einer eiskalten Zurückweisung werden.
In unserem Video wollen wir eine erfolgreiche Frau zeigen, die sich nimmt was sie will. Uns ist es wichtig dies zu beleuchten, da in vielen Medien Frauen als „das schwächere, vom Mann abhängige Geschlecht“ dargestellt werden.

We are family

Eine Teilnehmer*innen-Gruppe der Lehrveranstaltung arbeitet an einem kritischen Remix zum gängigen Familienideal:
Wir haben vor, das System Familie bestehend aus Vater-Mutter-Kind*er kritisch zu beleuchten und zu hinterfragen. Häufig präsentieren Mainstream-Medien das Familiensystem Vater-Mutter-Kind*er sehr stereotyp. Zusätzlich wird Homosexualität, auch im Familienkontext, oft klischeehaft und vorurteilsbehaftet dargestellt.
Ein wesentlicher Teil unserer Arbeit besteht aus der aktuellen TV-Serie "How I met your mother". Wir haben uns hierbei für eine konkrete Folge entschieden, in der Barney (der Womanizer) und Ted (der Romantiker) gemeinsame eine Familie gründen wollen. Die beiden heterosexuellen Männer haben von Frauen genug und beschließen, gemeinsam ein Kind zu adoptieren und somit die heteronormativen Klischees zu durchbrechen.
Unsere Arbeit beinhaltet eine Einleitung, einen Hauptteil und einen Schluss. Im Konkreten heißt das: In der Einleitung werden Sequenzen aus dem stereotypen Familienbild gezeigt. Dabei wollen wir auf das Bild der 'normalen' Familie, wie sie in unseren Köpfen existiert, aufmerksam machen. Anschließend wollen wir die Normativität mit einzelnen Videosequenzen durchbrechen um auf unseren Hauptteil überzuleiten.
Im Hauptteil legen wir das Hauptaugenmerk auf die o.g. Serie. Wir haben uns für den Inhalt dieser Serie entschieden, da sie für uns die Klischees vom in den Köpfen vorherrschenden Familiensystem und 'Schwulsein' durchbricht.
Für den Schluss ist es unser Anliegen zu zeigen, das jedes bestehende Familiensystem seinen Platz haben darf und in jeder Form in Ordnung ist.

Friday, November 14, 2014

Desperate Housewives vs. Grey's Anatomy

Ironie und Provokation wollen die Studierenden dieser Gruppe in ihren Remix packen:
Was ist das Schlimmste, was dir als Frau passieren könnte? Unfruchtbarkeit? Brustkrebs? Tod? Falsch: Mit 30 noch immer unverheiratet und ohne Kinder dazustehen. So will es uns jedenfalls der Großteil der Filmbranche weismachen. Mit unserem Filmprojekt wollen wir diese völlig verdrehte Ansicht aufs Korn nehmen und zeigen, dass das Leben einer Frau nicht nur von der Suche nach Mr. Right angetrieben wird. Aus diesem Grund hat sich unsere Gruppe mit Begeisterung auf ein Political Remix Projekt gestürzt, in dem wir die zwei Serien Desperate Housewives und Grey’s Anatomy zusammenmischen werden. Zu behaupten Edie Britt würde als lebendes Blondinenklischee herumstöckeln, wäre immer noch die Untertreibung des Jahrhunderts, daher sagen wir einfach, sie ist die perfekte Besetzung für die erste Frauenrolle in unserem Film. Den Part ihrer Gegenspielerin übernimmt Susan Mayer, die mit liebenswerter Tollpatschigkeit durch ihre Welt stolpert. Unter diesen so unterschiedlichen Charakteren wird ein Kampf ausbrechen, der nicht die Leidenschaft ihres Angebeteten in Flammen aufgehen lassen wird, sondern ein Haus. Oder zwei. Natürlich kann der Grund für diesen Streit nur bei einem Mann zu finden sein, aber nicht bei irgendeinem. Nein! Die Rede ist von Mister Perfekt schlechthin: Derek Shepherd – besser bekannt als McDreamy. Von Beruf Arzt, mit dem Aussehen eines Supermodels lässt er die meisten Frauenherzen dahinschmelzen wie Eis an einem Sommertag. Kein Wunder also, dass ihm auch unsere Protagonistinnen verfallen sind. Deren Kampf jedoch steigert sich so lange ins Unerbittliche bis nicht weniger als die gesamte Straße in Schutt und Asche liegt. Schließlich bereitet eine abschließende Nachricht von uns dem ganzen Irrsinn endlich ein Ende:

Don’t destroy yourself for McDreamy.

Be different.

Love different.


Political Remix Video – Roger Moore

Eine weitere Gruppe hat Roger Moore als Hauptdarsteller ihres Semester-Vorhabens gewählt, zu dem es auch bereits einen Teaser gibt:
In unserem Projekt soll mithilfe eines einfachen Videoschnitt-Programms (wie dem Windows Movie Maker) ein Political Remix Video erstellt werden, bei dem es um die Gegenüberstellung zweier Charaktere geht, die beide von Schauspieler Roger Moore verkörpert werden. Es handelt sich hierbei einmal um den Charakter des James Bond, der mit seinen sexistischen und heteronormativen Einstellungen dargestellt werden soll, und zweitens um den Charakter Lloyd Faversham aus der 2002 erschienenen Komödie Boat Trip, der durch Moore als überzeichneter Homosexueller dargestellt wird. Die beiden Charaktere sollen in unserem Projekt aufeinandertreffen und so gegenübergestellt werden. Ausschnitte aus James Bond Filmen und Boat Trip werden mit Fokus auf die von Moore dargestellten Charaktere aneinandergeschnitten. Hierbei ist das Ziel die Assoziationen zur bekanntesten Rolle Roger Moores als heterosexueller, „hypermaskuliner“ Geheimagent aufzuweichen und auszuhebeln, indem er auf seine homosexuelle Charakterdarstellung trifft. Dies soll beim Publikum einmal Verwirrung hervorrufen und später zur Einsicht führen, dass die Sexualität einer Person dynamisch und oft nicht stereotyp erkennbar sein kann, wie es aber in den originalen Filmen heteronormativ vermittelt wird. Aus diesen Überlegungen und Ideen hat sich für uns folgende Botschaft entwickelt: "Sind Medien das Spiegelbild der Gesellschaft?" Dem Publikum bleibt die Interpretation dieser (eigentlich rhetorischen) Fragestellung offen.

Geschlecht – Ein Konstrukt aus Sollvorstellungen?

Eine weitere Gruppe von Studenten*innen aus dem Studiums Erziehungs- und Bildungswissenschaften an der Alpen-Adria Universität, die die Lehrveranstaltung besuchen, beschreibt ihr Projekt so:
In dem Seminar „Geschlecht-Medien und Technik-Lernen“ (Alpen Adria Universität), bekamen wir den Arbeitsauftrag einen „political remix“ anhand von Filmen zu schaffen. Die Herausforderung liegt darin, Medien in einem kritischen Licht zu betrachten und einen heteronormativitätskritischen Remix zu gestalten. Die Gruppe sollte anhand des vorgestellten Konzeptes („Kreative Alltagstechnologien: Didaktisches Konzept zur Vermittlung reflexiver-technologischer Kompetenz.“) die Projekte unter Einhaltung eines eigens erstellen Zeitplans erarbeiten. Der Kreativität und den konzeptuellen Rahmenbedingungen sind keine Grenzen gesetzt.
Unsere Gruppe verfolgt die Grundidee, die manifestierten Geschlechterstereotype der christlichen Fundamentalist*innen hervorzuheben und aufzuzeigen mit wie viel Engagement diese verbal in der Öffentlichkeit reproduziert werden. Als Bearbeitungsmaterial diente uns ein Ausschnitt der Regenbogenparade in Wien, in welchem christlichen Fundamentalist*innen gegen die ‚queere Szene‘ protestieren. Diese Christ*innen vertreten ein „ideales“ Bild der Familie, die aus Vater, Mutter und Kindern besteht. Nachdem sie ihre Sollvorstellung beibehalten möchten, wird lautstark gegen die Demonstrant*innen der Parade gehetzt. Wir, die im 21. Jahrhundert leben und der Meinung sind, dass sich die Gesellschaft beziehungsweise die Geschlechterrollen weiterentwickelten, verfolgen in unserer Gruppe das Ziel, die verinnerlichten Bilder der christlich-fundamentalistischen Demonstrant*innen mit Szenen aus dem Film „Meine Frau, die Spartaner und Ich“ zusammen zu führen und dadurch ein heteronormativiätskritisches Statement zu schaffen. 
Grundsätzlich sollte der Remix die Reproduktion der heteronormativen Stereotype offensichtlich machen und die Eigenreflexion anregen, inwieweit jede*r selbst die manifestierten Bilder vertritt und verkörpert.

Tuesday, November 11, 2014

Die Nanny vs. Pippi Langstrumpf

Einen interessanten Remix versprechen diese LV-Teilnehmer*innen und haben auch schon einen kleinen Vorgeschmack online gestellt:
Am 19. Dezember 2014 werden wir im Rahmen der Lehrveranstaltung „Geschlecht, Medien und Technik-Lernen“ unser Political Remix Video präsentieren. Dafür haben wir zwei Serien ausgewählt, welche sich auf den ersten Blick schwer einander gegenüberstellen lassen, da sie eine unterschiedliche Zielgruppe ansprechen und in einem unterschiedlichen kulturellen und historischen Kontext entstanden sind. Genau dieser Herausforderung wollen wir uns stellen. Die Gegenüberstellung einer männerfixierten Nanny und einer männerunabhängigen bzw. männerüberlegenen Pippi haben wir hierfür als Ausgangspunkt genommen. Durch den Remix werden die Hauptcharaktere miteinander verglichen und wir versuchen, die durch die Medienformate vermittelten Normen und Werte neu darzustellen. Wir hoffen, unseren Kolleg*innen einen anregenden und amüsanten Vortrag zu präsentieren und freuen uns, im Anschluss die Hintergründe und Ansichten in einer offenen Diskussion nachzubesprechen. Vor allem soll dies als Gelegenheit genutzt werden, die eigenen Betrachtungsweisen für sich selbst zu reflektieren und neu zu überdenken.

Political Remix „Dirty Dancing“


Das Vorhaben wird von dieser Gruppe so beschrieben:
Mann und Frau als Paar werden als „normal“ dargestellt. Beziehungen zwischen Männern bzw. zwischen Frauen sind keine zu sehen, d.h. das Thema der Homosexualität wird überhaupt nicht aufgegriffen. Aus diesem Grund wollen wir den Political Remix so gestalten, dass Penny und Baby eine Beziehung miteinander eingehen. Diese Beziehung geht so lange gut, bis der konservative Vater von Baby dahinterkommt und Baby verbietet sich weiterhin mit Penny zu treffen. Aufgrund dessen kommt es zum Streit zwischen Penny und Baby und sie trennen sich (Penny verlässt die Stadt).
Baby ist sehr nachdenklich und traurig darüber. Ihr Vater merkt das und es kommt zu einer Aussprache zwischen Baby und ihrem Vater. Ihr Vater sieht seinen Fehler ein und entschuldigt sich bei Penny. Am Schluss unseres Remix kommen Penny und Baby wieder zusammen.